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TRADITIONELLE HOLZKUNST IM ERZGEBIRGE
Die Geschichte der Holzkunst im Erzgebirge
"Im Osten Deutschlands, im Bundesland Sachsen an der tschechischen Grenze liegt ein kleines Mittelgebirge. In ganz grauer Vorzeit gab es hier nur Wald, Wald und nochmals Wald mit wilden Bären und Wölfen. Bis zu dem Zeitpunkt des großen "Berggeschrei´s" im 12. Jahrhundert. Silbererz und andere Mineralien waren gefunden. Plötzlich gab es einen Grund sich hier anzusiedeln. Und das taten die Menschen fortan und gaben diesem Landstrich den Namen "Erzgebirge". Jahrhundertelang wurde hier nun Bergbau betrieben. Doch das Leben hier war hart und das Auskommen schlecht und so schuf sich der Bergmann und seine ganze Familie eine Nebenbeschäftigung. Holz gab es genug - also wurde es bearbeitet.
Der Bergmann wurde nebenbei zum Schnitzer und Drechsler und fertigte kleine Holzfiguren und Spielzeug.
Als die Erzvorkommen zur Neige gingen, wurde die Spielzeugmacherei immer mehr zur Hauptbeschäftigung und zum Broterwerb.
Es entstanden ganz unverwechselbare Figuren und Gegenstände, wie Bergmann und Engel, Nussknacker und Räuchermann, Pyramide und Schwibbogen. Fast immer tragen sie Kerzen - für die in ewiger Dunkelheit arbeitenden Bergleute ein Ausdruck der Sehnsucht nach Licht, Hoffnung und Wärme.
Und das Erzgebirge erhielt einen weiteren Namen: Weihnachts- und Spielzeugland.
Heute sind die traditionellen Holzkunstfiguren weltweit bekannte und beliebte Sammlerobjekte."
(von Jens Pivonka e.K., Werkstätten für Erzgebirgische Holzkunst)